Hermann Kremsmayer

 

Geboren 1954 in Salzburg / Österreich. Erste jugendliche Sozialisationen als Künstler ab 1971 im Umfeld der Maler Herbert Breiter und Rudolph Hradil in der grafischen Werkstatt im Traklhaus in Salzburg. Seither Auseinandersetzung mit der Lithografie. In den frühen Architektur- und Interieurbildern Beschäftigung mit der Wechselwirkung von Innen- und Außenwelten. Die erste Ausstellung organisieren Mario Mauroner und Ernst Hilger 1975.

 

Nach Beendigung des Studiums der Malerei an der Akademie (Universität) der bildenden Künste in Wien ist es Kremsmayer ein Anliegen, sich in der Kunstszene über Österreich hinaus zu bewegen und die Verbindung zum internationalen Diskurs zu finden.

 

Einjähriger Studienaufenthalt in Paris, 1982 bis 1984 in Barcelona; sucht dort unter anderen die Künstler Joan Hernández Pijuan und Antoni Tàpies in ihren Ateliers auf, mit denen eine persönliche Bekanntschaft entsteht. Erste Auszeichnungen: darunter 1987 der Slavi Soucek Preis für Grafik.

 

Beginnt 1992 mit großformatigen Raum- und Wandmalereien, die sich jeweils auf eine bestimmte Architektursituation beziehen.

 

Seit den 1990er Jahren mehrmalige Arbeitsaufenthalte in den USA, vor allem in New Mexico, New York und Texas. So lotet Kremsmayer künstlerische Erfahrungen aus, die er, wenn sie ihm essentiell erscheinen, für seine Malerei umarbeitet, um sie in sein eigenes Werk integrieren zu können. Ausgedehnter Aufenthalt in Pakistan 1997, mit Ausstellungen und Lectures auf Kunsthochschulen

 

1996 bis 2007 Lehrauftrag für Malerei an der Universität Mozarteum in Salzburg.

 

Bezug des Wiener Ateliers in der Rossau 1992.

 

Von seinen Anfängen in Salzburg über die mehrjährigen Auslandsaufenthalte bis zu seinen Aktivitäten in Wien zeigt sich eine konsequente eigenständige Entwicklung ohne Kompromisse. Zunächst entstehen Bilder von verdichteter Einfachheit in emotionalen Farbräumen, angereichert mit anderen sinnlichen Materialien. Die Konfrontation mit digitalen Bildkonstruktionen in den 1990er Jahren führt ihn zu einer mehrschichtigen farbigen Darstellungsweise, in der Abstraktes und Figürliches ineinander verwoben sind. Die Bilder bestehen aus einer Verflechtung von Wesen, Körpern, ihren Abdrücken und einer intensivierten pastos aufgetragenen Farbenvielfalt. Neben seiner malerischen Tätigkeit findet er die Verbindung von Bild und Text in Zusammenarbeit mit Schriftstellern. Mitarbeit an Büchern und Theateraufführungen.

 

Bezug des Wiener Ateliers in der Brigittenau 2004.

 

1997 und 1999 Geburt der Söhne Tobias Paul und Julian Ben.

 

Bezug eines Ateliers am Gelände einer ehemaligen Brotfabrik in Wien 2012.